Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser

Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung – Möglichkeiten und Grenzen

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser

Alle Ansätze zur Erhöhung von Transparenz und Durchlässigkeit gehen vom Grundgedanken aus, dass es auf die erzielten Lernergebnisse ankommt und nicht auf die unterschiedlichen Lern- und Bildungswege. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es wirklich unerheblich ist, in welcher Art und Weise und in welchem Bildungsgang Kompetenzen erworben werden. So grenzt sich das implizite Lernen in der betrieblichen Praxis mit seiner Ausrichtung auf das Lernen in Wertschöpfungsprozessen und im Kundenauftrag klar vom expliziten Lernen ab, das für das fächerbasierte Lernen in den (Hoch-)Schulen typisch ist. Der Beitrag wird aufzeigen, dass die Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen den Bildungsbereichen und die Beibehaltung und Weiterentwicklung eines eigenständigen Profils der jeweiligen Bildungsgänge keine Gegensätze sind. 

 

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser ist Präsident des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB).